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11 Pianisten & 88 Tasten

JAZZ PIANO MARATHON

Das “Jazz Piano Festival” der Ottobrunner Konzerte

von OLIVER HOCHKEPPEL, Süddeutsche Zeitung

Ein solches Gipfeltreffen von local heroes hat es noch nie gegeben:

CORNELIUS CLAUDIO KREUSCH – selbst Weltklasse-Pianist – präsentiert als künstlerischer Leiter der Ottobrunner Konzerte beim „Jazz Piano Marathon“ am 19. Dezember 2014 ab 20Uhr im Wolf-Ferrari-Haus 220 Hände an 88 Tasten. Generationen- und stilübergreifend reichen 11 der wichtigsten und besten Münchner Jazz-Pianisten einander den Stab weiter.

Hier eine alphabetische Typologie der Tastenzauberer:

TINO DERADO, 44, Latin Jazz-Chefe. Der gebürtige Münchner studierte (wie CC Kreusch) am renommierten Berklee College of Music in Boston und an der New Yorker „New School for Music“. Nach seinem Abschluss 1995 blieb er in den USA – insgesamt 13 Jahre lang. Als Latin- und World-Jazz-Spezialist am Klavier wie auch am Akkordeon war er ein gefragter Sideman von Stars wie Gary Burton, Peter Erskine, Randy Brecker, Bill Evans, Dave Liebman, Jimmy Cliff, Richard Bona, oder Fred Hersch. Seit seiner Rückkehr nach Deutschland war er regelmäßiger Gast der NDR Bigband, Latin-Kollegen wie Wilson De Oliveira vertrauen ebenso auf ihn wie Größen von Till Brönner bis Dejan Terzic sowie viele Sängerinnen, unter anderem Esther Kaiser, Defne Sahin und Ulita Knaus. Seit 2009 lebt Derado mit seiner Familie in Berlin, wo er auch an der Hochschule und Universität der Künste unterrichtet.

DAVID GAZAROV, 49, Crossover-Virtuose. Gazarov wuchs in der aserbeidschanischen Hauptstadt Baku auf, wo sein Vater Leiter der Fernseh- und Rundfunk Bigband war. Demensprechend bekam er von frühauf sowohl eine klassische Ausbildung als auch die Liebe zum Jazz vermittelt. Nach dem Studium in Moskau (klassisch am Konservatorium und zwei Jahre Jazz am Gnesins-Institut) kam Gazarov nach München. Er wurde zunächst Hauspianist im Hotel Bayerischer Hof, von wo aus sich die Kunde vom Neuen mit blendender Technik, Riesen-Feeling und enormer Phantasie rasch verbreitete. Gazarov spielte fortan mit diversen europäischen Jazzstars, aber von 2004 an auch wieder mit zahlreichen Klassik-Ensembles. Bis heute verbindet er beide Welten, so führt er erfolgreich sein eigenes Jazz-Trio und ist neuerdings festes Mitglied der Klazz Brothers.

TIZIAN JOST, 48, Jazz-Guru. Gleich nach dem Abitur wurde Jost Hauspianist des Münchner „Allotria“ Jazzclubs und Mitglied der Harald Rüschenbaum Bigband. Glänzte er dort als Meister des klassischen Jazz, verschaffte er sich an der Seite des Tenorsaxophonisten Günther Klatt auch einen Ruf als Modernist. Heute gibt es wohl kaum einen Stil, den der langjährige und begehrte Dozent der Münchner Musikhochschule - im Augenblick ist Jost auch Vorsitzender der Landesarbeitsgemeinschaft Jazz - noch nicht gespielt hat. Seine heimliche Liebe aber gehört der brasilianischen Musik, eine Liebe, die er früher mit der eigenen Band „Domundo“ und zuletzt mit einem gefeierten Jobim-Programm gepflegt hat.

LORENZ KELLHUBER, 24, Rising Star. Der in München geborene Sohn zweier Kirchenmusiker aus Endorf bei Regensburg lässt früh außergewöhnliches Talent erkennenund wird schon mit 12 Jungstudent an der Hochschule für Kirchenmusik in Regensburg. Pianist Rob Bargad (vom Nat Adderley Quintet) entdeckt ihn für den Jazz. 2006 kann Kellhuber mit einem Hochbegabtenstipendium zum Studium ans Jazz-Institut Berlin gehen. Er wird sofort Teil der vitalen jungen Szene, schafft sich aber auch in New York ein zweites Standbein und ist nach vielen Festival-Auftritten auf dem Sprung zu internationaler Bekanntheit – mit seinen eigenen Trios wie in der Band des Saxofonisten Tobias Meinhart.

JOE KIENEMANN,76, Mr. Jazz. war nicht nur mehr als 30 Jahre lang der „Jazzvater“ des Bayerischen Rundfunks, er ist vor allem der Münchner Grandseigneur des swingenden Modern Jazz. Der Pastorensohn, der über die klassische Hausmusik zum Musikstudium und dann zum Jazz fand, ist seit 1960 eine zentrale Figur der hiesigen Szene. Als Pianist diverser Bigbands, vor allem aber mit seinem im Lauf der Jahre immer wieder neu besetzten eigenen Trio hat er seinen Rang als glänzender Rhythmiker und Harmoniker mit eigener Handschrift unter Beweis gestellt.

WALTER LANG, 53, Jazz-Romantiker. Der Sohn einer musikalischen schwäbischen Familie wuchs mit dem Akkordeon auf, mit Klassik, Volksmusik und den Beatles, und wollte eigentlich Rockmusiker werden. Zum Glück landete er am Berklee College of Music in Boston und beim Jazz. Denn ob nun seit 1988 im Rick Hollander Quartett, seit 1999 mit eigenen Trios und Quintett, seit 2005 mit dem Trio Elf oder bis heute auch als Sideman - Lang gehört zu den lyrischsten Jazzpianisten Europas. Sein im Anschlag filigranes und ausgewogenes Akkord- und Single-Note-Spiel hat ihn auch zum sozusagen natürlichen und idealen Gesangsbegleiter gemacht. So gibt es kaum einen hiesigen Vokalisten, von Jenny Evans über Lisa Wahlandt bis zu Philipp Weiss, mit dem Lang noch nicht gespielt hätte.

BERND LHOTZKY, 44, Harlem Stride Magier. Aus einer deutsch-französischen Familie stammend und in einem Münchner Vorort aufgewachsen, wurde Lhotzkys außergewöhnliches musikalisches Talent früh offenbar.  Schon als Kind beherrschte er mehrere Instrumente spielend und komponierend, mit 17 wurde er als bis heute jüngster Student am Münchner Konservatorium angenommen. Zu seinen Klassik-Studien war früh die obsessive Liebe zum traditionellen Jazz gekommen: Fats Waller, James P. Johnson, Willie „The Lion“ Smith, auch noch Teddy Wilson – der klassische swingend-melodische Harlem Stride der Zwanziger und Dreißigerjahre wurde seine Spezialität. Ob als Solist, mit seinem Quartett „Echoes of Swing“, oder bei den Begegnungen mit Gleichgesinnten wie Dick Hyman - Lhotzky gehört heute in diesem Segment zur kleinen Schar der Weltstars.

ANDY LUTTER, 55, Universalist. Auch Lutter studierte am renommierten Berklee College of Music und am Münchner Richard-Strauss-Konservatorium. Als Pianist wie als Keyboarder ist er seit eh und je ein Mann der stilistischen Offenheit. Ob als langjähriger musikalischer Leiter der Lach- und Schießgesellschaft, als Sideman oder mit eigenen Projekten vom Trio oder Quartett (unter anderem mit der britischen Sängerin Tina May) bis zur Ethno-Perkussionband „Drum For Your Life“ oder dem „Rose Island Jazz Ensemble“, stets zeigt sich die enorme Bandbreite des Vorsitzenden der Jazzinitiative München (J. I. M.): Die abendländische Musiktradition ist sein Fundament, die amerikanische Popularmusik vom Jazz bis zum Pop ist ihm vertraut, aber sein besonderes Interesse gilt den folkloristischen und ethnischen Besonderheiten der Musik.

CLAUS RAIBLE, 47, Bebop-Großmeister. Seit er die Musik als Grundschüler im Radio gehört hatte, wollte Raible Jazzer werden. Er fing mit Trompete an, das Klavier kam dazu und wurde dann sein Instrument. Schon als Teenager spielte in den Münchner Jazzclub, ein Studium in Graz folgte, wichtiger wohl war aber New York, wo Raible danach einige Jahre lebte. Seine Agenda ist seitdem klar: Bebop und Hardbop, auf eigene, unverwechselbare Weise gespielt. Auch seit seiner Rückkehr nach München 1998 drehen sich alle Projekte Raibles darum, seine großartig arrangierten Programme etwa zu Elmo Hope, Thelonious Monk, Bud Powell oder Todd Dameron, seine Sideman-Tätigkeit unter anderem für Al Porcino oder Dusko Goykovich oder sein „BOP-chestra“.

CHRISTIAN WILLISOHN, 52, Blues-Urgewalt. Der gelernte Steinmetz und Bildhauer startete seine Karriere als Pianist und Sänger schon Anfang der Achtzigerjahre in den Münchner, später auch in den Zürcher Clubs. Erste Reisen nach Chicago und vor allem nach New Orleans verwurzelten ihn fest im Blues. Freilich einem Blues, dem der Autodidakt Christian Willisohn immer einen autochtonen eigenen Klang gegeben hat – ob an der Seite der großen Sängerin Lillian Boute oder des niederländischen Saxofonisten Boris Vanderlek, ob mit seiner wegweisenden „New Rhythm’n’Blues Band“ oder auch bei den inzwischen kultisch verehrten Hörbüchern, die er seit 2003 zusammen mit dem Krimiautor Jacques Berndorf entwirft („Otto Krause hat den Blues“).

Jazz Piano Marathon 19.12.14 
Tickets 089-608 08 302
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CHRISTIAN CHRISTL, 52, “Bayoogiee”-Man. Der Freisinger begann seine Karriere mit einem Auftritt beim Bluesfestival 1985 in der Theaterfabrik. Nach drei Jahren als Begleiter von Angela Brown arbeitete er verstärkt am eigenen, mit Boogie Woogie, Blues und der Musik aus den Bayous in Louisiana gespeisten Stil. Mittlerweile sind 29 Alben unter seinem Namen erschienen darunter einige mit Stargästen wie Williee Dixon oder Detroit Gary Wiggins (letzteres mit dem Preis der Deutschen Schallplattenkritik ausgezeichnet). Seit seinem Umzug ins Ruhrgebiet 2008 ist er vor allem mit der Sängerin Scarlett Andrews, den “4 Pianeuren” und mit seine sechsköpfigen “Bayoogie-Band” unterwegs.

Jedes Ottobrunner Konzert bemüht sich, das Publikum über das Konzert hinaus mit den Künstlern in Kontakt zu bringen, ob mit anschließenden Podiumsgesprächen („Meet the Artist“) oder mit öffentlichen Kursen. Und so geben diesmal am darauffolgenden Samstag, 20. Dezember, von 10 bis 13 Uhr Bernd Lhotzky einen Stride & Swing-, sowie Tizian Jost von 15 bis 18 Uhr einen Brazil & Bebop-Workshop für Jazz Pianisten, angehende Profis wie auch Amateure.Workshops.html
Workshop InfoWorkshops.html
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